Sfaira die 7. – Magie und Glaube

Magische Macht hat in Sfaira schon immer ein hohes Ansehen mit sich gebracht. Das Basilias, der oberste Herrscher des Reiches, war schon immer ein mächtiger Thaumaturg, und viele mythische Heldenfiguren der Geschichte Sfairas waren ebenso bekannt für ihre körperliche Stärke wie für ihre magische Begabung. Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass die Thaumaturgie im öffentlichen Ansehen stark gelitten hat. Zwar sind immer noch viele Schlüsselpositionen der Macht von fähigen Thaumaturgen besetzt, doch hat die Entwicklung der Arkanomechanik hier die traditionellen Formen der Magie fast abgelöst.

Die traditionelle Thaumaturgie ist in zwei große Zweige aufgespalten. Auf der einen Seite gibt es vor allem auf dem Land die Strigas, weise Männer und Frauen, die eine sehr naturverbundene Magie ausüben, die eng mit dem Volksglauben der Region verbunden ist. Strigas sind besonders bei der einfachen Bevölkerung nach wie vor sehr angesehen, doch auch gefürchtet, und wenn sie vom rechten Pfad abkommen, ist ihre Begabung für Flüche und Verwünschungen geradezu legendär. In den Städten findet man hingegen die Magoi, die im Gegensatz zu den Strigas (die oft Autodidakten sind) immer von einem Lehrmeister ausgebildet werden. Die Magie des Magos hat einen weitaus wissenschaftlicheren Ansatz, beruft sich weniger auf die Emotionen und mehr auf den logischen Gedanken des Thaumaturgen. Wo die Magie der Strigas auf uralten Überlieferungen beruht, versucht jeder Magos, seinen eigenen Ansatz zu finden, basierend auf den Theorien, die ihm sein Lehrmeister vermittelt. Magoi verwenden zahlreiche Werkzeuge, um ihren Willen zu fokussieren, ein Umstand, den viele als mitverantwortlich für die Entwicklung der Arkanomechanik sehen.

Die Arkanomechanik hat das Leben der Bewohner von Sfaira mittlerweile fast vollständig durchwirkt. Selbst die ärmsten Haushalte verfügen normalerweise über einige Artefakte, wie arkanomechanische Beleuchtung, Kühlschränke oder auch Abspielgeräte für Musik und Bildaufnahmen. Die meisten Güter werden in arkanomechanischen Fabriken in großen Massen hergestellt (und, auch wenn viele traditionelle Handwerker ihre Qualität schmähen, häufig besser als es ohne die magischen Maschinen möglich wäre), und der Einfluss, den die Arkanomechanik auf die militärische Macht Sfairas hatte, wurde bereits ausgeführt. Zwei Artefakte, die hier besonders hervorgehoben werden müssen, sind das Magokordia und der Magodor. Beide dieser Artefakte werden mit Pneuma-Steinen betrieben, und erlauben es dem Träger, magische Effekte auszulösen, als hätte er thaumaturgische Ausbildung genossen. Der große Unterschied hier ist dass das Magokordia, eine Brustplatte, die chirurgisch eingesetzt werden muss, Zugriff auf mächtigere und vielseitigere Magie erlaubt als der Magodor, der einfach als Ausrüstungsteil (beispielsweise als Helm oder Handschuh) getragen wird.

Die Sfairesen folgen praktisch einem Eingottglauben. Keus hat die anderen Gottheiten des Pantheons fast vollständig ersetzt.. Keus‘ Priester sind außerordentlich einflussreich, und einer der direkten Ratgeber des Basilias ist immer ein Priester des Himmelsgottes. Neben Keus genießt der Erlöser, der als Sohn Keus‘ wahrgenommen wird, große religiöse Verehrung, im Volksglauben oft mehr als der strenge, ferne Gott der Stürme und der Gestirne. Einige der anderen Gottheiten, die im geringen Rahmen noch aktiv verehrt werden, sind Hekata, die Gottheit der Strigas, Mares, der Gott der Soldaten und der Gewalt, und Hermeios, der Gott der Reisenden und Abenteurer.

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