Arkanomechanik

Arkanomechanik ist eine recht neue Form der Magie, die in Arkadiya immer weiter auf dem Vormarsch ist. Im Gegensatz zur Thaumaturgie, die eine natürliche Begabung voraussetzt und magische Energien direkt durch den Seelenstein des Zauberers lenkt, ist die Arkanomechanik eine Form von Handwerk, die vor allem von den Zvakas und den Menschen des Sfairischen Großreichs ausgeübt wird. Verschiedene magische Kristalle (besonders die allgegenwärtigen Scherben und die neu entwickelten Pneuma-Steine Sfairas) werden verwendet, um magische Energie zu produzieren und damit verschiedene Artefakte anzutreiben. Grundsätzlich kann zwischen drei Arten von Artefakten unterschieden werden:

 

Artefakte: Artefakte ist nicht nur ein allgemeiner Begriff, sondern bezeichnet gleichzeitig auch alle arkanomechanischen Objekte, die von einem denkenden Wesen bedient werden müssen. Artefakte können Fahrzeuge sein, oder arkanomechanische Waffen, Werkzeuge, Produktionsmaschinen… die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Artefakte sind allgegenwärtig – gerade bei den Zvakas und den Sfairanern haben selbst die ärmsten Bürger zumeist einige einfache Artefakte zur Verfügung, wie Beleuchtung oder gekühlte Schränke für Lebensmittel. In den Städten findet man gewaltige arkanomechanische Produktionsanlagen, die mit nur wenigen Arbeitern in kurzer Zeit große Mengen an Waren herstellen können.

 

Implantate: Arkanomechanische Implantate sind eine Form von magischer Prothese. Die einfachsten Implantate haben nur die Funktion, ein verlorenes Körperteil zu ersetzen (durch beispielsweise einen arkanomechanischen Arm aus Messing und Silber oder einen Optokristall, ein künstliches Auge aus Bergkristall), während fortschrittliche Implantate zusätzlich über Möglichkeiten verfügen, die der Körper sonst nicht hätte (wie beispielsweise ein Optokristall, der es erlaubt, im Dunkeln zu sehen oder die Aura eines Lebewesens zu betrachten, oder ein künstlicher Arm, der über eingebaute Waffensysteme verfügt) oder die Leistung des Körperteils drastisch erhöht. Gerade unter den Sfairanern findet man immer wieder Menschen mit Implantaten, die anstelle eines völlig gesunden Körperteils eingesetzt wurden. Die einfachsten Artefakte (wie der oben beschriebene Optokristall) können ihre Energie allein aus dem magischen Energiefeld des Trägers ziehen, während größere Artefakte (wie Gliedmaßen) eine zusätzliche Quelle in Form von Scherben oder sogar Pneuma-Steinen benötigen.

 

Konstrukte: Sowohl die Zvakas als auch die Sfairaner haben die Arkanomechanik so weit entwickelt, dass es ihnen möglich ist, eine Form von künstlichen, magischen Lebewesen zu erschaffen. Diese so genannten Konstrukte verfügen normalerweise über einen Körper aus Metall und ein Gehirn aus Denkkristall, wobei manchmal auch auf den Körper verzichtet werden kann. Denkkristalle sind eine seltene Form von Edelsteinen (normalerweise Diamanten und Rubinen, aber auch andere Edelsteine sind nicht unbekannt), die von Natur aus über einen komplexen Schliff verfügen, der das Speichern von Denkmustern erlaubt; bislang ist es nicht möglich, Denkkristalle künstlich zu erschaffen. Hier unterscheidet sich die Vorgehensweise der Sfairaner und der Zvakas drastisch. Bei den Zvakas ist es üblich, dass speziell ausgebildete Arkanomechaniker die Gedankenmuster, die den Denkkristall antreiben sollen, künstlich erzeugen. Die Sfairaner hingegen haben ein Artefakt entwickelt, das als Gedankenfänger bekannt ist. Der Gedankenfänger ist ein Kragen mit eingesetztem Denkkristall. Dieser wird Menschen umgelegt, die entweder über besondere Fähigkeiten verfügen oder einfach zu den besten ihres Fachs gehören. Sobald nun der Träger eines Gedankenfängers stirbt, wird ein Abdruck seiner Persönlichkeit und seines Wissens in dem Denkkristall gespeichtert und kann später geborgen werden. (Gerüchte über Menschen, die zu diesem Zwecke hingerichtet worden sind, haben natürlich keine Basis in der Realität). Je größer der verwendete Denkkristall ist, umso komplexer und vielseitiger können die gespeicherten Denkmuster sein. Beide Arten haben Vor- und Nachteile; so sind die Zvaka-Konstrukte durch ihre künstlichen Denkmuster zwar zuverlässig und streng logisch, doch nicht zu Improvisationen in der Lage. Die sfairischen Konstrukte hingegen haben nicht nur das Problem, dass die Denkkristalle selbst sowie die Gedankenfänger in der arkanomechanikfreundlichen Nation mit Misstrauen beäugt werden (gerade jetzt, wo der Basilias offen über ein Gesetz nachdenkt, dass das Tragen von Gedankenfängern für Menschen mit bestimmten Fähigkeiten verpflichtend machen könnte), sondern auch, dass neben den Gedanken und Fähigkeiten oft auch ein Abdruck der Emotionen und Erinnerungen des Menschen gespeichert wird, was die Konstrukte mitunter unzuverlässig und schwer zu kontrollieren machen kann. Dafür sind sie wesentlich selbstständiger und, in Ermangelung eines besseren Wortes, „intelligenter“. (Was hier noch erwähnt werden sollte, ist das Logos-System. Logos ist ein komplexes Netzwerk von Kristallartefakten, die über die magischen Strömungen mit dem größten bekannten Denkkristall verbunden sind, dem gewaltigen Logos, der in einer gewaltigen Lagerhalle in Stemma aufbewahrt wird. Logos ist dazu in der Lage, tausende und abertausende dieser Artefakte gleichzeitig zu steuern und sie mit Unterhaltung, Bildung und vielem anderen zu versorgen. Die Logos-Kristalle werden von der Bevölkerung oft als Denkkristalle bezeichnet, auch wenn dies eigentlich nicht der Wahrheit entspricht.)

Konstrukte können viele Formen annehmen.

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