Die Gigas-Rüstung

Die Gigas-Rüstungen sind eine neue Entwicklung der sfairischen Armee, die nur durch die enorme Energie eines Pneuma-Steins überhaupt angetrieben werden kann. Es gab bereits zuvor magisch betriebene Rüstungen, wie die Lorica, doch waren diese sehr viel näher an klassischer Körperpanzerung, im Gegensatz zu den Gigas-Rüstungen, die viel mehr eine Art von (zumeist) humanoidem arkanomechanischem Fahrzeug darstellen.

Eine Gigas-Rüstung besteht zumeist aus Platten aus weißer ultraharter Keramik, die über einem stählernen Gerüst montiert sind. Sowohl der Pneuma-Stein als auch die Glyphen, die die Maschine betreiben, sind an dem inneren Gerüst angebracht, um Manipulationen oder Beschädigungen der Energieversorgung zu erschweren. Die Bewegungen einer Gigas-Rüstung sind durch erstaunlich anmutig und geschmeidig, fast organisch. Die Größe der Rüstungen kann varrieren – wo die leichten wenig mehr als ein Ganzkörperanzug sind, der den Träger direkt umschließt, da sind schwere Gigas-Rüstungen bis zu vier Meter hoch. In diesem Fall sitzt der Anwender in einer Kabine, die sich ins Innere des Stahlgerüstes schmiegt.

Gigas-Rüstungen können auf zwei Arten betrieben werden – mit einem menschlichen Piloten oder mit einem speziell auf diese Aufgabe zugeschnittenem Denkkristall. Für Menschen ist die Steuerung der Rüstungen außerordentlich intuitiv und erfordert keine besondere Ausbildung – nach einigen Minuten Eingewöhnung weiß selbst der hinterwäldlerischste Soldat, der in eine solche Rüstung gesteckt wird, wie er sich eine Bewegung nur vorstellen muss, damit die Rüstung sie ausführt, da er selbst Mittelpunkt der Glpyhenmatrix der Maschine ist. Denkkristalle werden selten eingesetzt, da die mangelnde Flexibilität der künstlichen Intelligenzen gerade in Gefechtssituationen fatal sein kann.

Die enorme Kampfkraft einer Gigas-Rüstung setzt sich aus mehreren Aspekten zusammen. Da wäre zum einen der beeindruckende Schutz, den sie bieten. Die Kombination aus Panzerplatten und einem leistungsstarken Kraftfeld macht es fast unmöglich, die Gigas-Rüstung ohne schwere Waffen zu durchschlagen. Die andere Seite sind die Offensiveigenschaften der Rüstung. Die meisten Gigas-Rüstungen sind mit eindrucksvollen arkanomechanischen Waffen ausgestattet, die ihre Energie direkt aus dem Pneuma-Stein ziehen. Von leichten Energeia-Geschützen über Pyrantho-Werfern bis hin zu massiven Energieklingen ist alles möglich.

Gigas-Rüstungen sind selten. Selbst die Chimairas der reichsten Häuser können sich höchstens einige Dutzend dieser Rüstungen leisten, und somit werden sie nur an die kompetentesten Soldaten ausgegeben. Dennoch haben sich in den letzten Jahren einige universelle Modelle herauskristallisiert. (Offiziere verwenden oft stark individualisierte Gigas-Exemplare, die keiner der folgenden Kategorien zuzuordnen sind.)

Leichte Modelle

Satyr: Der Satyr ist wohl die schlichteste Form von Gigas-Rüstung, die in Sfaira verfügbar ist. Er ist nur unbedeutend größer als sein Insasse, hat eine humanoide Körperform und stilisierte Ziegenhörner auf dem Kopf. Die menschliche Gestalt der Hände der Rüstung erlaubt es, normale Waffen zu benutzen, doch ist der Satyr zudem mit leichten Energielanzen auf den Schultern ausgerüstet. Der Satyr beschleunigt die Bewegungen seines Trägers beträchtlich, und durch seine leichte Bewaffnung hält seine Energieladung länger vor als bei jeder anderen Art von Gigas-Rüstung.

Kerberos: Die Kerberos-Rüstung basiert auf dem Satyr, ist allerdings stark modifiziert. Der ausdruckslose Kopf erinnert vage an eine Hundeschnauze, und gleiches gilt für die Schulterplatten der Rüstung. Die Panzerung ist nicht wie üblich weiß, sondern mattschwarz, die Hände enden einschüchternden Energiekrallen. Der Einsatz von Waffen ist nicht möglich, und der Kerberos verzichtet zudem auf die Energielanzen des Satyrs. Das liegt daran, dass die ganze Energie für ein hochkomplexes Tarnsystem verwendet wird, dass es dem Kerberos erlaubt, ungesehen an den Gegner heranzukommen und ihn dann aufzuschlitzen.

Harpyie: Die Harpyie ist eine leichte Gigas-Rüstung, die vor allem auf überlegene Beweglichkeit setzt. Sie ähnelt dem Satyr, verzichtet jedoch auf die Hörner, und setzt auf leichtere Panzerplatten, um das Gewicht zu reduzieren. Dafür ist am Rücken der Rüstung eine komplexe Apparatur angebracht, die vage an Schwingen erinnert. Diese Apparatur stellt zwar einen Schwachpunkt der Rüstung dar (da die Maschine in Kontakt mit der Außenluft kommen muss, liegen hier die Glyphen bloß und können angegriffen werden), doch erlaubt sie es der Harpiye, vom Boden abzuheben. Die Harpiye ist ein schneller, eleganter Flieger, der es mit jeder Aerokines aufnehmen kann. Energielanzen an den Handgelenken runden die Rüstung ab.

Mittelschwere Modelle

Minotauros: Die Minotauros-Rüstung ist ein Schrecken für jeden Nahkämpfer. Sie ragt über drei Meter auf und stellt einen perfekten Kompromiss zwischen Schutz und Beweglichkeit dar. Auf kurze Distanz ist der Minotauros ein Albtraum. Eine gewaltige Energieaxt in der rechten Hand erlaubt Schläge, die stark genug sind, um jeden Menschen mit einem Hieb zu fällen. Die recht geradlinige Konstruktion ist im Fernkampf weniger eindrucksvoll, doch verfügt sie immerhin über Energielanzen in den gekrümmten Hörnern, um den Gegner auch auf Distanz beharken zu können.

Schwere Modelle

Hydra: Die Hydra ist eine Mischung aus Gigas-Rüstung und Geschützplattform. Zwar ist der gewaltige Rumpf, in dem sich auch der Pilot befindet, vage humanoid, doch anstelle von Armen und einem Kopf setzt die Hydra auf fünf flexible, schlauchartige Arme (zwei an den Seiten, einen an der Position des Kopfes), die jeweils in einem keilförmigen “Kopf” münden, der tatsächlich eine Kombination aus Energeia-Geschütz und visuellem Sensor darstellt. Die vier Beine der Hydra sind kurz und robust – sie sorgen für einen festen Stand selbst in schwierigem Gelände, erlauben aber keine schnellen Bewegungen. Auch wenn die Arme weniger robust sind als die enormen Panzerplatten der Rüstung, so erlauben sie doch eine enorme Feuerkraft, und das in einem Radius von 360 Grad.

Kyklop: Der Kyklop versucht, die Bewaffnung einer schweren Gigas-Rüstung mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit zu kombinieren, muss dabei aber Kompromisse eingehen, wenn es um den Rüstungsschutz geht. Auf der Mitte der Stirn trägt die Rüstung eine große Kristalllinse, die ein Energeia-Geschütz birgt, und die gewaltigen Fäuste erzeugen ein Energieschild, das die Schläge mit unglaublicher Wucht einschlagen lässt. Der Kyklop ist aufgrund seiner humanoiden Form beliebt bei Offizieren, die ihn als Grundlage ihrer modifizierten Rüstungen verwenden.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s