Die Titanen

Die Titanen sind das letzte Vermächtnis des Großreichs der Daeva. Kurz bevor es zum Kataklysmus kam und der Großteil der Daeva von der immensen magischen Katastrophe vernichtet wurde, bemerkten die Fleischschmiede der Daeva, dass der Krieg gegen die neu erstarkten Menschen umgeschlagen hatte und sich eine potentielle Niederlage abzeichnete. Sie brauchten eine neue Waffe, ein Mittel, die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen und ihre Armeen zu zerstreuen wie Blätter im Wind. Ihre Antwort waren die Titanen.

Die Titanen sind gewaltige, biothaumaturgisch erschaffene Monstren, die erschaffen worden sind, um sie auf die Menschen zu hetzen. Zum großen Unglück der Daeva gelang es ihnen nicht mehr, diese mächtigen Waffen auch einzusetzen – der Kataklysmus sprengte die Fesseln, die die Titanen an den Willen ihrer Erschaffer banden, und sie flohen aus den Laboren, in denen sie entstanden waren.

Die Titanen sind unvorstellbar groß und so gut wie unzerstörbar. Bislang ist es erst gelungen, einen der Titanen zu erschlagen, und dies erforderte einige tausend Soldaten und gewaltige arkanomechanische Feuerkraft. Manche von ihnen streifen völlig ziellos durch die Welt, andere haben ein abgestecktes Revier, das sie niemals verlassen, doch gemein haben sie alle, dass sie nur Zerstörung hinterlassen, wohin sie gehen. Ganze Dörfer und kleine Städte wurden schon aufgegeben, wenn ein Titan sich näherte. Das einzige Glück, das die Menschen Arkadiyas haben, ist der Umstand, dass die Titanen selten länger als einige Wochen alle paar Jahre aktiv sind – zumeist schlafen sie, um die gewaltigen magischen Energien zu erzeugen, die ihre Körper antreiben. Die Titanen sind weniger Monster, die es zu erschlagen gilt, sondern mehr Naturkatastrophen, die man überlebt, wenn man sich geschickt anstellt und eine Menge Glück hat.

Typhon

Typhon war der erste der Titanen, ein gewaltiges, echsenartiges Monstrum, groß wie eine sfairische Fabrik und mit undurchdringlicher Schuppenhaut. Auf vier gewaltigen Pranken streift das Monster völlig ziellos durch das Land und bringt Tod und Zerstörung. Typhons Blut ist kochende Säure, das Brüllen, das aus seinen enormen Kiefern dröhnt, vermag das Innere eines Menschen in Flüssigkeit zu verwandeln. Typhon ist vermutlich der mächtigste aller Titanen, aber auch der mit der geringsten Intelligenz – er ist kaum mehr als ein wildes Tier.

Theoleon

Der Theoleon, der Götterlöwe, ist der einzige Titan, der bislang erschlagen werden konnte. Das gewaltige Raubtier jagte in seinen verhältnismäßig langen aktiven Phasen in den Steppen des Nordwestens, die die Rashar ihre Heimat nennen. Grob ähnelte der Theoleon tatsächlich einem Löwen, doch bestand sein Fell aus stählernen Nadeln, er hatte sechs Beine und Schwanz, der in einer rasiermesserscharfen Klinge endete. Auch wenn der Theoleon der schwächste der Titanen war, so war doch auch er nur mit großen Mühen zu bezwingen. Zusammen mit über fünfhundert Soldaten und durch die Unterstützung eines Stammes der Rashar gelang es dem sfairischen General Heraklaion, die Bestie zu Fall zu bringen.

Erebos

Erebos ist der einzige Titan, der nicht wirklich über eine physische Gestalt verfügt. Erebos erscheint als schwarzer Nebel, der ganze Landstriche einhüllt und alles, was er umhüllt, in absolutes Chaos stürzt. Die genauen Auswirkungen einer Berührung von Erebos sind so chaotisch wie sein Erscheinen – manche erblinden dauerhaft, andere sterben, weil ihnen die Seele aus dem Leib gerissen wird, andere verlieren den Verstand oder verwandeln sich in blutrünstige Bestien. Erebos scheint von einer böswilligen Intelligenz getrieben zu sein, doch was der fremdartige Titan will, vermag keiner zu sagen.

Polyphem

Polyphem ist der einzige der Titanen, der grob an einen Menschen erinnert. Die dreißig Schritt aufragende Bestie scheint nur aus pulsierenden, purpurfarbenen Muskelsträngen zu bestehen, und das riesenhafte, blutunterlaufene Auge in der Mitte seiner Stirn glotzt mit stumpfsinniger Bösartigkeit in die Welt. Polyphem ist nicht so machtvoll wie Typhos, doch scheinen seine Angriffe einem gewissen Plan zu folgen. Er sucht die östliche Küste Arkadiyas heim, und wenn er aktiv ist, zieht er nicht nur umher, sondern sucht sich eine Siedlung (meist eine kleine Stadt) die er systematisch belagert. Wie die anderen Titanen braucht auch Polyphem keine Nahrung, doch der Umstand, dass er den Geschmack menschlichen Fleischs zu genießen scheint, macht den Terror, den er verbreitet, nur noch schlimmer.

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